Augendusche und Augenbad

13. November 2018

Eine medizinische Augendusche kommt immer dann zum Einsatz, wenn Fremdkörper oder Verunreinigungen aus dem Auge gespült werden sollen. Aber nicht nur im Notfall ist es sinnvoll, seine Augen zu reinigen – auch gereizte oder müde Augen profitieren davon. Hier eignet sich beispielsweise ein sogenanntes Augenbad beziehungsweise ein Augenwasser. Erfahren Sie mehr über dessen Nutzen und Anwendung.

Augen spülen: Frau bekommt Augendusche mit einer Flasche Wasser.

Mit einer Augendusche Fremdkörper aus den Augen spülen

In manchen Fällen ist es aus gesundheitlichen Gründen notwendig, ein Auge oder beide Augen zu spülen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn am Arbeitsplatz reizende Flüssigkeiten oder Fremdkörper ins Auge gelangt sind.Diese stellen eine große Gefahr dar, weil sie die Hornhaut des Auges verletzen können, was schlimmstenfalls zu einer Erblindung führt. Es ist daher unerlässlich, das Auge so schnell wie möglich von dieser Substanz zu befreien. In Laboratorien oder Werks- und Fertigungsanlagen sind Augenduschen darum ein wichtiges Utensil der Ersten Hilfe.

Aber auch zu Hause lauern verschiedene Gefahren: So können beim Abwaschen Spülmittel oder bei der täglichen Pflege Cremes sowie andere Kosmetikartikel ungünstig ins Auge gelangen und ein Brennen verursachen. Für die eigenen vier Wände gibt es daher kleine, mobile Augenduschen in der Apotheke zu kaufen.

Die Augendusche richtig anwenden

Eine handelsübliche Augendusche besteht aus einer Dosierplastikflasche, die mit einer sterilen Spüllösung gefüllt ist, sogenanntem Augenwasser, und einem Augenaufsatz. Letzterer passt sich dem Auge bei der Benutzung an. Für den einfachen und schnellen Gebrauch ist an vielen Augenduschen eine Anleitung mit Bildern angebracht.

Generell läuft die Anwendung der verschiedenen Modelle sehr ähnlich ab: Wer eine fremde Substanz aus seinem Auge spülen möchte, legt seinen Kopf in den Nacken, schiebt mit den Fingern einer Hand Ober- und Unterlid auseinander und setzt mit der anderen Hand die Augendusche an. Durch Ausübung von Druck auf die Dosierflasche gelangt dann das Augenwasser ins Auge. Die Augendusche sollte so lange angewendet werden, bis die Flasche leer ist. Anschließend empfiehlt es sich, einen Augenarzt aufzusuchen um Verletzungen auszuschließen.

Erste-Hilfe-Tipp:

Ist keine Augendusche in Ihrer Nähe, reicht es im Notfall aus, eine Schale mit Leitungswasser oder stillem Wasser aus der Getränkeflasche zu füllen und damit die Augen gründlich zu spülen. Wichtig ist, dass Sie die Fremdkörper schnell entfernen, ohne in das Auge hineinzufassen.

Augenbad – sanfte Pflege für gereizte Augen

Anders als eine Augendusche wird ein Augenbad eher zur Pflege angewendet. Lange Bildschirmarbeit, trockenes Raumklima, Zugluft – tagtäglich haben unsere Augen mit Einflüssen zu kämpfen, die sie reizen und ermüden können. Betroffene bemerken dann ein Brennen oder Jucken. Zudem erscheinen die Augen beim Blick in den Spiegel gerötet. Leiden die Augen unter Trockenheit, kommt oft noch ein Fremdkörpergefühl hinzu: Typisch dafür ist der Eindruck, ein Sandkorn im Auge zu haben. Neben Augentropfen und Augensalben ist ein sogenanntes Augenbad ein probates Mittel, trockene und entzündete Augen zu reinigen und zu pflegen. Hierbei wird eine spezielle Flüssigkeit in ein kleines Gefäß gegeben, um damit abwechselnd erst das eine Auge und dann das andere zu befeuchten.

Anwendung eines Augenbads

Bei einem Augenbad wird Augenwasser in ein kleines Gefäß gegeben, um damit abwechselnd erst das eine Auge und dann das andere zu befeuchten. Meistens handelt es sich bei Augenwasser um eine Art Kochsalzlösung, die es beispielsweise in Apotheken gibt. Der Salzgehalt darin entspricht in etwa dem der Tränenflüssigkeit, daher brennt die Kochsalzlösung nicht im Auge. Vom Spülen der ohnehin gereizten Augen mit Leitungswasser ist beim Augenbad abzuraten, da dieses gegenüber der Tränenflüssigkeit hypoton ist und den Augen Feuchtigkeit entzieht. Wasser aus der Leitung ist deshalb nur im Notfall – als Erste-Hilfe-Maßnahme – empfehlenswert.

Zur Anwendung muss das Augenwasser in eine spezielle Wanne gegeben werden. Dabei handelt es sich um ein kleines, ovales Gefäß, das aus Porzellan, Kunststoff oder Glas gefertigt sein kann. Die Öffnung des Gefäßes nun bei gesenktem Kopf auf das Auge legen, sodass sie glatt aufliegt. Anschließend den Kopf langsam zurückbewegen, bis der Kopf im Nacken liegt. Nun das betreffende Auge vorsichtig öffnen und mehrmals zwinkern. Auf diese Weise gelangt das Augenwasser ins gereizte Sehorgan und verteilt sich dort gleichmäßig. Bei Bedarf den Vorgang beim anderen Auge mit frischer Flüssigkeit wiederholen.

Augenwasser, das für ein Augenbad oder die Augendusche verwendet wird, sollte im Idealfall eine Temperatur zwischen 16 und 37 Grad Celsius aufweisen. Wäre das Wasser kälter, könnte das eine Unterkühlung des Auges hervorrufen. Bei einer Temperatur über 37 Grad bestünde dagegen das Risiko, dass das Augenwasser als unangenehm oder schmerzhaft empfunden wird.

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