Häufig gestellte Fragen zum Lasern von Weitsichtigkeit

Welche Vorteile hat das Lasern bei Weitsichtigkeit?

Eine Laserbehandlung gegen Weitsichtigkeit kann in der Regel ambulant und in vergleichsweise kurzer Zeit durchgeführt werden. Der Betroffene verspürt üblicherweise keine Schmerzen und erhält durch die dauerhafte Korrektur der Fehlsichtigkeit eine bessere Sehkraft.

Welche Fehlsichtigkeit kann mit Laser behandelt werden?

Es kann sowohl eine bestehende Weitsichtigkeit als auch eine Kurzsichtigkeit mittels Laserbehandlung korrigiert werden. Die Behandlung von Altersweitsichtigkeit ist dagegen noch eher selten und weniger erprobt. Sprechen Sie dazu mit dem Augenarzt Ihres Vertrauens.

Zahlt die Krankenkasse die Laserbehandlung bei Weitsichtigkeit?

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt das Lasern bei Weitsichtigkeit in der Regel nicht, da es medizinisch nicht zwingend notwendig ist beziehungsweise mit Brille oder Kontaktlinsen einige funktionierende Alternativen existieren. Bei Privatpatienten sieht es in manchen Fällen besser aus und die Kosten werden hin und wieder übernommen. Sprechen Sie hierzu mit Ihrer Krankenkasse.

Lasern bei Weitsichtigkeit: Schmerzfrei, schnell, bewährt?


Egal ob bei Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit oder Hornhautkrümmung – sich die Augen lasern zu lassen ist mittlerweile gängige Praxis. Folgende Vorteile kann die Augenlaserbehandlung für Betroffene haben:1 

  • Ambulanter Eingriff: Die Behandlung kann der Augenspezialist unkompliziert ambulant durchführen, sodass kein stationärer Aufenthalt nötig ist.1  
  • Keine Schmerzen: Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung. Auf Wunsch des Patienten ist je nach Anbieter auch eine Vollnarkose möglich.1 
  • Bessere Sehkraft: Nach der Laserbehandlung verbessern sich Kontrastsehen, Farbwahrnehmung, Schärfe und Fokussierung.2  
  • Bewährte Technik: Die verschiedenen Augenlasermethoden haben sich über die Jahre stetig verbessert. Moderne Laser ermöglichen hochpräzise Behandlungen, sodass die Erfolgsquote für besseres Sehen sehr hoch ist.2 
  • Dauerhafte Korrektur: In den meisten Fällen korrigiert eine Augenlaserbehandlung eine Fehlsichtigkeit ein Leben lang, sodass keine Brille oder Kontaktlinsen mehr nötig sind.1 

Sobald sich die Augen nach einem gelungenen Eingriff wieder erholt haben, sind keine weiteren Maßnahmen oder Folgebehandlungen erforderlich.1 

Wie läuft eine Laserbehandlung ab?


Zu den sogenannten refraktiv-chirurgischen Verfahren, die die Behandlung von Weitsichtigkeit und anderer Fehlsichtigkeit ermöglichen, gehören beispielsweise die photorefraktive Keratektomie (PRK), die LASEK-Methode oder die LASIK-Methode. Sie stellen für viele Menschen eine interessante Alternative zu Brille oder Kontaktlinsen dar. 

Die Femto-LASIK ist die jüngste Augenlasermethode. Sie ist die Weiterentwicklung der LASIK-Methode und zeichnet sich durch noch höhere Präzision und weniger Komplikationen aus. Von allen möglichen Augenlaser-Eingriffen ist die Femto-LASIK eine der sichersten Behandlungen.3 Bei Patienten mit bis zu +3 Dioptrien Weitsichtigkeit kann sie die Sehfähigkeit maßgeblich verbessern.7 

Eine Behandlung, bei der die Femto-LASIK zum Einsatz kommt, läuft folgendermaßen ab: 

  • Zunächst bereitet ein Laser den sogenannten „Flap“ vor: Er schneidet gleichmäßig und sehr präzise eine hauchdünne Hornhautlamelle zu.  
  • Der Chirurg klappt die Lamelle nun zur Seite, wodurch die mittlere, schmerzunempfindliche Schicht der Hornhaut freiliegt. 
  • Anschließend trägt der sogenannte Excimer-Laser Hornhautgewebe ab und modelliert die Hornhaut so, dass sie wieder die richtige Krümmung hat und die Fehlsichtigkeit korrigiert.  
  • Im letzten Schritt klappt der Chirurg den Flap wieder zurück an seine ursprüngliche Position. Dort saugt sich der Flap wieder fest, sodass das Auge sicher verschlossen und vor äußeren Einflüssen geschützt ist. 

Das Prozedere ist schnell durchstanden: Nach rund 20 Minuten ist die Behandlung abgeschlossen.4 Der Patient bekommt einen Augenverband und darf wieder nach Hause, sobald er sich fit genug fühlt. 

Lasern bei Kurz-, Weit-, und Alterssichtigkeit: Was ist möglich?


Augenlaserbehandlungen sind eine moderne, vielversprechende und schnell durchzuführende sowie verhältnismäßig risikoarme Möglichkeit, eine Fehlsichtigkeit auszugleichen. Die Behandlung kann – wenn alle nötigen Voraussetzungen erfüllt sind – bei Weitsichtigkeit, aber auch bei Kurzsichtigkeit oder Hornhautkrümmung durchgeführt werden.  

Eine Sache der Brechung: Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit

Eine Kurz- oder Weitsichtigkeit hängt (neben der Linse) auch zu einem großen Teil von der Beschaffenheit der Hornhaut im Auge ab. Denn sie ist mit dafür verantwortlich, ob das Bild, das wir sehen, am richtigen Punkt auf die Netzhaut fällt.  

Deshalb setzen Augenlaserverfahren bei der Hornhaut an: Bei vorher bestehender Kurzsichtigkeit flacht der Chirurg die Hornhaut mithilfe des Lasers im Zentrum ab, bei vorher bestehender Weitsichtigkeit wird im äußeren Bereich Hornhautmaterial abgetragen. So verbessert sich die Lichtbrechung und das Bild trifft auf den gewünschten Bereich der Netzhaut.5 

Ist Lasern auch bei Altersweitsichtigkeit möglich?

Als Altersweitsichtigkeit bezeichnen Mediziner die Weitsichtigkeit aufgrund des Alters, die bei den meisten Menschen mit Mitte 40 auftritt.4 Das ist kein Grund zur Sorge, sondern ganz normal, denn mit zunehmendem Alter verändern sich die Gewebestrukturen im Auge. Das betrifft nicht nur die Hornhaut des Auges, sondern auch die Linse, die ebenfalls für das scharfe Sehen zuständig ist.  

Wie kommt es zur Altersweitsichtigkeit?

Je nachdem, ob wir in die Nähe oder in die Ferne scharf sehen wollen, passt die Linse mithilfe von kleinen Muskeln im Auge ihre Form entsprechend an. Bei älteren Menschen ist die Linse nicht mehr so elastisch und die Augenmuskeln, die für die richtige Einstellung der Linse sorgen, werden schwächer. Dadurch verbleibt die Linse in einer flachen Position, die bewirkt, dass Betroffene in der Ferne scharf und somit in der Nähe unscharf sehen.

Kann also eine Alterssichtigkeit einfach „weggelasert“ werden? Nein, ganz so unkompliziert geht das leider nicht. Zwar gibt es einige Angebote für Laserbehandlungen bei Alterssichtigkeit, sie sind aber verhältnismäßig neu und noch nicht lange erprobt.6  

Einige Ärzte und Spezialisten bieten in diesem Zusammenhang auch Laserbehandlungen an, bei denen Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit gleichzeitig korrigiert werden (beispielsweise Monovisions-Operation). Sie sind ebenfalls verhältnismäßig neu und gelten noch nicht als ausgereift.  

Wenn Sie eine Laserbehandlung gegen Alterssichtigkeit in Erwägung ziehen, lassen Sie sich am besten ausführlich beraten und holen Sie sich Meinungen von verschiedenen Ärzten und Spezialisten ein, um die für Sie optimale Entscheidung treffen zu können.

Welche Risiken gibt es beim Lasern der Weitsichtigkeit?


Menschen mit Weitsichtigkeit sollten die Entscheidung für oder gegen eine Laserbehandlung gut abwägen, denn laserchirurgische Eingriffe lassen sich nicht rückgängig machen. Und nicht alle Menschen mit Weitsichtigkeit kommen hierfür tatsächlich infrage. Folgende Kriterien sind entscheidend, ob die Operation durchgeführt werden kann oder nicht:5  

  • Alter: Grundvoraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren. Ab 45 Jahren kommt bei vielen Menschen gegebenenfalls eine Altersweitsichtigkeit hinzu. 
  • Stabilität der Sehstärke: Sie muss seit mindestens einem Jahr konstant sein, um ein langanhaltendes Ergebnis erzielen zu können und dass keine Folgeeingriffe nötig sind. 
  • Vorerkrankungen des Auges: Liegt beim Patienten beispielsweise ein grüner Star, grauer Star, eine Makuladegeneration (altersbedingte Schädigung der Netzhaut) oder ein Keratokonus (Art von Hornhautveränderung) vor, kommt eine Behandlung mit dem Laser oft nicht infrage.  
  • Sonstige Vorerkrankungen: Leiden Betroffene zusätzlich zur Weitsichtigkeit auch an beispielsweise Diabetes mellitus oder Rheuma, sollten sie die Entscheidung sorgfältig abwägen. Denn Menschen mit Rheuma haben oftmals eine gestörte Wundheilung, während Diabetes häufig Beeinträchtigungen des Auges hervorruft (beispielsweise Trockenheit).  
  • Schwangerschaft & Stillzeit: Während dieser Zeit sind auch die Augen durch die hormonellen Veränderungen beeinflusst, weshalb eine Behandlung mit Laser nicht infrage kommt. 

Einige wichtige Voraussetzungen sollten Sie in jedem Fall zusätzlich von einem Spezialisten abklären lassen:  

  • Dicke der Hornhaut 
  • Kurvatur (Steilheit) der Hornhaut  
  • Gewebestruktur der Hornhaut 
  • Pupillengröße  

Oftmals ist die Hornhaut des Auges auch durch jahrelanges Tragen von Kontaktlinsen bereits vorbelastet. Ob das Auge eine Laserbehandlung in diesem Falle gut verkraften würde, muss der Augenspezialist mithilfe geeigneter Messungen bestimmen.

Des Weiteren kann die sogenannte optische Zone im späteren Verlauf zu leichteren Komplikationen führen. Die optische Zone ist der Teil der Hornhaut, der beim Eingriff mit dem Laser behandelt wird. Darunter liegt die Pupille, durch die das Licht ins Auge fällt. Vergrößert sie sich bei dunklen Lichtverhältnissen so stark, dass sie über die optische Zone hinausreicht (>7 mm), kann das zu Sehstörungen wie beispielsweise Blendungen, Unschärfe oder Doppelbildern führen.  

Weitere mögliche Risiken oder Komplikationen einer Augenlaserbehandlung sind: 

  • Unzureichende Korrektur: Ein Restfehler von +1 Dioptrie ist bei einer Augenlaserbehandlung immer möglich.4  
  • Narbenbildung: Fügt sich der Flap nicht einwandfrei wieder in die Ursprungsposition ein, können sich kleinere Narben bilden.4  
  • Infektionen: Grundsätzlich besteht bei Operationen immer die Gefahr einer Infektion.4 
  • Über-/Unterkorrekturen: Selten kommt es vor, dass Weitsichtige durch die Operation kurzsichtig werden und Kurzsichtige weitsichtig. 

Nach einer Laserbehandlung mit Femto-LASIK kann es außerdem passieren, dass die Benetzung der Augen mit Tränenflüssigkeit nicht mehr ausreichend ist: denn der Laser durchtrennt beim Schneiden des Flaps auch feine Nervenenden auf der Hornhaut.

Dadurch produziert das Auge in den ersten Wochen und Monaten nach dem Eingriff weniger Tränenflüssigkeit. Solange bis sich die Nervenenden wieder erholt haben, müssen Betroffene auf Tränenersatzmittel zurückgreifen.7 

Insgesamt gelten Eingriffe mit Verfahren wie Femto-LASIK zur Behandlung der Fehlsichtigkeit als sehr risikoarm: Die Erfolgsquote liegt bei über 95 Prozent. Dank der heutigen Technik ist die Wahrscheinlichkeit, dass es hierbei zu gravierenden Komplikationen kommt, sehr gering (unter 1 Prozent).3   

Bezahlt die Krankenkasse die Laserbehandlung bei Weitsichtigkeit?


Die gesetzliche Krankenkasse bezahlt in der Regel keine Augenlaserbehandlungen. Eine Fehlsichtigkeit ist keine Erkrankung im klassischen Sinne und die Behandlung nicht medizinisch notwendig, da es aus Sicht der Krankenkassen andere geeignete Möglichkeiten gibt, um die Fehlsichtigkeit auszugleichen (beispielsweise Brille oder Kontaktlinsen).  

Bei der Krankenkasse nachzufragen kann sich dennoch lohnen: Manche Kassen erstatten auf Nachfrage zumindest einen Teil der Kosten. 

Besser sieht es unter Umständen für Privatversicherte aus: Manche privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für eine Laserbehandlung ebenfalls teilweise oder sogar ganz. Auch private Zusatzversicherungen kommen oftmals für einen Anteil des Betrags auf. Die genauen Konditionen oder auch bei welcher Art von Laserbehandlung Ihre Kasse Sie unterstützt, erfragen Sie am besten direkt persönlich.8  

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Quellen anzeigen
  • 1Brille24.de: Augenlasern statt Brille? Pro & Kontra. (o. J.). URL: https://www.brille24.de/ratgeber/augengesundheit/augenlasern - Stand (26. Juni 2022).
  • 2Ergo.de.: Augen lasern: Verfahren, Kosten und Vor- und Nachteile der Operation. (o. J.). URL: https://www.ergo.de/de/Ratgeber/gesundheit/augen_lasern - Stand (25. Juni 2022).
  • 3Krankenkassen-Zentrale: Augen-Laser-OP als Alternative zur Brille. URL: https://www.krankenkassenzentrale.de/wiki/augenlaser - Stand (26. Juni 2022).
  • 4LBS: Operation von Weit- und Kurzsichtigkeit. URL: https://www.operieren.de/e3224/e10/e589/e594/e702/ - Stand (17. Juni 2022).
  • 5BVA Berufsverband der Augenärzte e. V. Augenärzte informieren: LASIK. URL: https://augeninfo.de/cms/hauptmenu/augenheilkunde/sehen-ohne-brille-refraktive-chirurgie/laserverfahren/lasik.html - Stand (17. Juni 2022).
  • 6gesundheitsinformation.de: Wie lässt sich die Alterssichtigkeit korrigieren? URL: https://www.gesundheitsinformation.de/wie-laesst-sich-die-alterssichtigkeit-korrigieren.html - Stand (17. Juni 2022).
  • 7FOCUS Online: Augenlasern: Voraussetzungen und Verfahren im Vergleich. URL: https://www.focus.de/gesundheit/experten/augenlasern-voraussetzungen-und-methoden-im-vergleich_id_8739688.html - Stand (26. Juni 2022).
  • 8Krankenkasseninfo.de: Schluss mit Brille: Übernimmt die Krankenkasse Augenlaser-Behandlungen? URL: https://www.krankenkasseninfo.de/ratgeber/magazin/61250/augen-lasern-kosten-krankenkasse.html - Stand (17. Juni 2022).