Geschwollene Augen: Wie sie entstehen und was Sie dagegen tun können

Schön ist dieser Moment nicht: Wenn beim morgendlichen Blick in den Spiegel die Augen geschwollen und dunkelumrandet zurückblicken. Ganz im Gegenteil. Doch nicht immer ist der Anblick einfach nur unschön, geschwollene Augen können ebenso akut oder chronisch im Zusammenhang mit etlichen Erkrankungen auftreten. Ein Überblick.

Frau lindert mit einfachen Tricks ihre geschwollene Augen.

Wie geschwollene Augen entstehen

Die Haut um die Augen kann man sich vorstellen wie Pergament. Sie ist so zart und dünn – nur etwa ein Drittel so dick wie die restliche Haut in unserem Gesicht. Zudem ist sie frei von straffendem Bindegewebe und polsternder Unterhaut und somit höchstsensibel. Haben wir beispielsweise am Vorabend zu salzig gegessen, ein Gläschen zu viel getrunken oder nachts zu wenig geschlafen, spiegelt sich dies sofort an der Augenpartie wieder. Der Grund: Die im Körper gespeicherte Flüssigkeitsmenge hat sich erhöht. Die Folge sind kleine Ödeme (Wassereinlagerungen) unter den Augen, die morgens als geschwollene Augen und Tränensäcke wahrgenommen werden.

Doch nicht nur eine kurze Nacht oder zu viel Alkohol lassen die Augen anschwellen, ebenso gibt es Krankheiten, die zu Flüssigkeitseinlagerungen im Augenbereich führen können.

Dazu zählen unter anderem folgende Augenkrankheiten:

  • Bindehautentzündung: Bakterien, Viren oder Fremdkörper können eine Bindehautentzündung auslösen. Betroffene haben häufig Schmerzen und geschwollene Augen.
  • Gerstenkorn: Bakterien (Staphylokokken) sorgen für eine eitrige Entzündung mancher Drüsen in den Augenlidern. Typisches Symptom ist, neben dem knötchenartigen Gerstenkorn selbst, eine schnell zunehmende Schwellung der betroffenen Lider.
  • Trockene Augen: Bildschirmarbeit oder der Aufenthalt in stark klimatisierten Räumen können die Augen austrocknen. Dies macht sich nicht nur durch ein Fremdkörpergefühl bemerkbar, sondern auch durch
  • Brennen, Rötungen und eben Schwellungen.
  • Hagelkorn: Hagelkörner treten typischerweise nur am Oberlid auf. Charakteristisches Zeichen ist eine schmerzfreie Schwellung.
  • Tumor: Auch bösartige

Zudem kommen bei geschwollenen Augen auch Allgemeinerkrankungen als Ursache infrage:

  • Allergien: Beispielsweise Pollen können bei Allergikern tränende, juckende und geschwollene Augen auslösen.
  • Nierenversagen: Diese Erkrankung sorgt für Wassereinlagerungen im ganzen Körper. Neben den Beinen können ebenso Gesichtspartien an Volumen zunehmen.
  • Herzschwäche: Durch die verringerte Pumpleistung des Herzens kann es zu Wassereinlagerungen in den Augenlidern kommen.

Sie sind sich unsicher, was der Grund für Ihre geschwollenen Augen sein könnte? In folgenden Fällen sollten Sie einen Arzt konsultieren:

Falls Sie sehr häufig an geschwollenen Augen leiden, für die es keinen Grund wie beispielsweise Schlafmangel gibt, sollten Sie einen Augenarzt um Rat bitten. Es wäre zum Beispiel möglich, dass Sie allergisch auf Hausstaubmilben reagieren.

Ebenfalls sollten Sie einen Arzt konsultieren, wenn zu den Schwellungen Augenbeschwerden wie Rötungen, Schmerzen und eitriger Ausfluss hinzukommen. In diesem Fall könnte eine bakterielle Infektion den Beschwerden zugrunde liegen. Wirksam im Kampf gegen Bakterien ist ein Antibiotikum, das in Form von Salben oder Tropfen in die Augen gegeben werden kann.

Geschwollene Augen: Die richtige Pflege nach einer langen Nacht

Wer wirklich nur zu wenig geschlafen hat, kann mit ein paar einfachen Tricks das Abschwellen der Augen beschleunigen. Diese drei Tricks können Sie ausprobieren:

  • Kühlen: Egal, ob Sie Teelöffel, aufgekochte Teebeutel oder einen Waschlappen für einige Momente im Eisfach herunterkühlen lassen – eine angenehme Abkühlung verschaffen alle drei. Einfach für zehn Minuten auf die geschlossenen Augen legen und entspannen.
  • Trinken: Nehmen Sie viel Wasser zu sich. Das bringt den Abtransport von Wasseransammlungen in Schwung.
  • Massage: Fahren Sie mit Zeige- und Mittelfinger in kreisenden Bewegungen die geschlossenen Augenlider entlang. Zum Schluss sorgt sanftes Trommeln dergleichen für eine bessere Durchblutung.