Augendusche und Augenbad

Eine medizinische Augendusche kommt immer dann zum Einsatz, wenn Fremdkörper oder Verunreinigungen aus dem Auge gespült werden sollen. Aber nicht nur im Notfall ist es sinnvoll, seine Augen zu reinigen – auch gereizte oder müde Augen profitieren von einem Augenbad. Erfahren Sie mehr über Nutzen und Anwendung.

Augen spülen: Frau bekommt Augendusche mit einer Flasche Wasser.

Augenbad – sanfte Pflege für gereizte Augen

Lange Bildschirmarbeit, trockenes Raumklima, Zugluft – tagtäglich haben unsere Augen mit Einflüssen zu kämpfen, die sie reizen und ermüden können. Betroffene leiden dann unter einem Brennen und/oder Jucken, die Augen erscheinen beim Blick in den Spiegel gerötet. Leiden die Augen unter Trockenheit, kommt oft noch ein Fremdkörpergefühl hinzu: Typisch dafür ist der Eindruck, ein Sandkorn im Auge zu haben.
Neben Augentropfen und Augensalben ist ein sogenanntes Augenbad ein probates Mittel, trockene und entzündete Augen zu reinigen und zu pflegen. Hierbei wird eine spezielle Flüssigkeit in ein kleines Gefäß gegeben, um damit abwechselnd erst das eine Auge und dann das andere zu befeuchten.

Anwendung eines Augenbads

Als Flüssigkeit für ein Augenbad eignet sich eine Kochsalzlösung, die es beispielsweise in Apotheken gibt. Der Salzgehalt entspricht in etwa der von Tränenflüssigkeit, daher brennt die Kochsalzlösung nicht im Auge. Vom Spülen der ohnehin gereizten Augen mit Leitungswasser ist abzuraten, da dieses gegenüber der Tränenflüssigkeit hypoton ist und den Augen Feuchtigkeit entziehen würde.

Anwendung: Die Flüssigkeit zum Augenbad in eine Augenwanne geben. Dabei handelt es sich um ein kleines, ovales Gefäß, das aus Porzellan, Kunststoff oder Glas gefertigt sein kann. Die Öffnung des Gefäßes nun bei gesenktem Kopf auf das Auge legen, sodass sie glatt aufliegt. Anschließend den Kopf langsam zurückbewegen, bis der Kopf im Nacken liegt. Nun das betreffende Auge vorsichtig öffnen und mehrmals zwinkern. Auf diese Weise gelangt die Flüssigkeit ins gereizte Auge und verteilt sich dort gleichmäßig. Bei Bedarf den Vorgang beim anderen Auge mit frischer Flüssigkeit wiederholen.

Mit der Augendusche die Augen spülen

In manchen Fällen ist es aus gesundheitlichen Gründen notwendig, ein Auge oder beide Augen zu spülen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn am Arbeitsplatz reizende Flüssigkeiten oder Fremdkörper ins Auge gelangt sind. Doch auch Zuhause lauern verschiedene Gefahren: So kann Spülmittel beim Abwasch ungünstig ins Auge gelangen und selbst Cremes oder andere Kosmetikartikel verirren sich mitunter ins Sehorgan.

In Laboratorien oder Werks- und Fertigungsanlagen sind Augenduschen daher ein wichtiges Utensil der Ersten Hilfe. Für die eigenen vier Wände gibt es kleine, mobile Augenduschen zu kaufen. Im Notfall reicht es jedoch aus, eine Schale mit Leitungswasser oder Wasser aus der Flasche zu füllen und damit die Augen gründlich zu spülen. Anschließend sollten Sie zur Untersuchung einen Augenarzt aufsuchen.

Augenduschen und Augenbäder haben im Idealfall eine Temperatur zwischen 16 und 37 Grad Celsius. Wäre das Wasser kälter, könnte das eine Unterkühlung hervorrufen. Bei Wasser mit einer Temperatur über 37 Grad bestünde dagegen das Risiko, dass es als unangenehm oder schmerzhaft empfunden wird.

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