„Office-Eye-Syndrom“: Wenn der Büroalltag zur Qual für die Augen wird

Durchschnittlich 15 Mal pro Minute blinzelt ein Mensch. Wer jedoch konzentriert auf den Computerbildschirm starrt, öffnet und schließt in der gleichen Zeit nur noch rund sieben Mal sein Augenlid.

Die Konsequenz: trockene, brennende Augen und verschwommene Sicht. Bezeichnet wird dieses Phänomen als „Office-Eye-Syndrom“ oder auch „Computer-Vision-Syndrom“.

Frau reibt sich aufgrund des „Office-Eye-Syndroms“ die Augen.

Warum blinzeln so wichtig ist

Ein regelmäßiger Lidschlag ist unerlässlich für die Gesundheit der Augen und geschieht meist unterbewusst. Jedes Mal, wenn die Lider geschlossen und wieder geöffnet werden, wird der Tränenfilm gleichmäßig auf der Oberfläche der Augen verteilt. Dieser Film befeuchtet die Innenseite der Lider, die Bindehaut und die Hornhaut, was die Geschmeidigkeit der Strukturen erhält Schmutz und Fremdköper aus dem Auge, die Flüssigkeit enthält keimabtötende Substanzen und wehrt so Infektionen ab.

Was mit dem Auge während der PC-Arbeit geschieht

Der starre, intensive Blick bei der Arbeit am Bildschirm ist Schwerstarbeit für das Auge. Durch die hochkonzentrierte Fokussierung sinkt die Lidschlagfrequenz ganz automatisch und die Tränenflüssigkeit wird nicht mehr so gut auf der Hornhaut verteilt. Derjenige, der vor dem Computerbildschirm sitzt, bekommt trockene  und juckende Augen – also genau jenes Problem, welches als „Office-Eye-Syndrom“ bezeichnet wird.

Weitere Symptome des „Office-Eye-Syndroms“ können sein:

Unter diesen Bedingungen reiben sich die meisten Betroffenen ständig die Augen, was sie noch mehr reizt. Die Trockenheit ist aber nicht nur unangenehm, sie kann auch ernsthafte Folgen nach sich ziehen: Fremdköper werden nur noch schlecht ausgespült, außerdem haben es Bakterien deutlich leichter, sich anzusiedeln und beispielsweise eine Bindehautentzündung auszulösen.

Was Sie gegen das „Office-Eye-Syndrom“ tun können

Hier geht es in erster Linie darum, dem gestressten Auge immer wieder eine kurze Auszeit zu gönnen und so die unangenehmen Symptome des „Office-Eye-Syndroms“ zu mindern. Das klappt besonders gut, indem Sie Ihren Blick zwischendurch entspannt schweifen. Sehen Sie zum Beispiel kurz aus dem Bürofenster und lassen Sie den Ausblick einfach auf sich wirken. Das ist nicht nur Erholung pur für Ihre Augen, sondern auch für Ihren Geist, der ebenfalls kurz abschalten und Kraft tanken kann.

So schwierig es manchmal auch sein mag, versuchen Sie dennoch, sich selbst an regelmäßiges Blinzeln zu erinnern. Hier hilft zum Beispiel ein Klebezettel, den Sie an Ihren Bildschirm anbringen. Einmal stündlich zehn Sekunden lang schnell hintereinander zwinkern genügt schon, um die Tränenflüssigkeit auf dem Auge zu verteilen und so die Anzeichen des „Office-Eye-Syndroms“ zu reduzieren.

Sie und Ihre Kollegen mögen es im Sommer angenehm kühl und im Winter kuschelig warm im Büro? Denken Sie dennoch darüber nach, ob Klimaanlage und Heizung wirklich ständig laufen müssen. Denn beides entzieht der Raumluft jede Menge Feuchtigkeit – ein Zustand, der die Augen zusätzlich belastet. Abhilfe schaffen zum Beispiel mit Wasser gefüllte Schalen, die Sie im Winter auf die Heizung stellen können. Im Sommer sorgt regelmäßiges Lüften für ein angenehmes Klima, das übrigens nicht nur den Augen guttut, sondern auch den Schleimhäuten im Mund-, Nasen- und Rachenbereich.

 
Zudem können Sie Ihren Arbeitsplatz so einrichten, dass es Ihre Augen einfacher haben und sich nicht zu sehr anstrengen müssen:

  • Der Abstand zwischen Ihren Augen und dem Bildschirm sollte etwa 50 bis 80 Zentimeter betragen.
  • Stellen Sie Ihren Monitor am besten rechtwinklig zum Fenster. Spiegelungen durch die Sonne strengen das Auge zusätzlich an.
  • Leuchten Sie Ihren Arbeitsplatz richtig aus. Am besten für die Augen ist Tageslicht. Wenn es schon oder noch dunkel ist, eignet sich eine Kombination aus Deckenbeleuchtung und einer Schreibtischlampe.

Wenn keine der Maßnahmen gegen das „Office-Eye-Syndrom“ helfen sollte, können sie mit Tränenersatzmitteln Ihre Augen befeuchten. Ideal sind konservierungsmittelfreie Präparate mit Hyaluronsäure, die viel Wasser binden und lange auf der Augenoberfläche haften bleiben. Bevor Sie zu künstlichen Tränen greifen, sollten Sie mit Ihrem Augenarzt sprechen oder sich von Ihrem Apotheker ausführlich beraten lassen. Beide können Ihnen ein geeignetes Mittel empfehlen.

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